Leiser BigBang, 2. Teil

Interpellation von Urs Scheuss.

Auf Anregung der Interpellation „Leiser BigBang“ (20170351) haben sich die Organisatoren des diesjährigen BigBang am 31. Juli entschieden, ein leiseres Feuerwerk zu veranstalten. Zwar wurde auf die lauten Böller am Anfang und am Schluss verzichtet und während des Feuerwerks gab es eine „lautloses Sujet“. Dennoch hatte es laute Kracher, weshalb insgesamt nicht von einem leisen oder wesentlich leiseren BigBang gesprochen werden kann. Es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob ein leiserer BigBang möglich ist oder ob Alternativen zu prüfen sind. Einerseits handelt es sich um ein seit vielen Jahren durchgeführtes und bei vielen Menschen beliebtes Spektakel.

Andererseits sind Feuerwerke keine echte Tradition des Nationalfeiertags, sondern die
1. Augustfeuer, mit denen sich der Nationalfeiertag in der Schweiz von jenen in anderen Ländern unterscheidet. Denkbar ist aber auch, mit Bestehendem ganz zu brechen und neue Wege zu begehen. Das drohende Feuerverbot wegen Trockenheit in diesem Jahr hat erneut gezeigt, dass Feiern mit Feuerbegleitung im Sommer keine Selbstverständlichkeit sind. Das gilt auch für private Feuerwerke. Im Zuge der Klimaerwärmung wird dies in Zukunft noch häufiger der Fall sein. Die Schweiz wird nicht nur ihre Gletscher, sondern auch ihre Feuerwerke zum Nationalfeiertag verlieren. Auch hier gilt es früh Anpassungsmassnahmen zu treffen.

Es ist dennoch klar zu begrüssen, dass die Organisatoren des diesjährigen BigBang den Versuch unternommen haben, das Feuerwerk leiser zu machen, damit Erfahrungen zu sammeln und so vielleicht zu innovativen Lösungen zu gelangen. In der Antwort auf die eingangs erwähnte Interpellation hat der Gemeinderat zudem ebenfalls das Anliegen des Schutzes von Mensch, Tier und Umwelt vor übermässigem und unnötigem Lärm und Feinstaub anerkannt und sich bereit erklärt mit den Organisatoren nach Lösungen zu suchen und die Bevölkerung zu sensibilisieren.

In diesem Zusammenhang bitten wir den Gemeinderat, die folgenden Fragen zu beantworten:

1. Welche Schlüsse zieht der Gemeinderat aus den Erfahrungen mit dem diesjährigen BigBang hinsichtlich Lärmimmissionen? Wie beurteilt er die Durchführung eines vollständig leisen BigBang?

2. Wurden anlässlich des diesjährigen BigBangs Lärm- und Feinstaubmessungen durchgeführt und gibt es Ergebnisse solcher Messungen aus früheren Jahren? Falls dem so ist, was ergeben die Vergleiche der Messungen?

3. Wie beurteilt der Gemeinderat Alternativen wie Lasershows oder den Ersatz des BigBang durch das traditionelle 1. Augustfeuer? Sieht er noch weitere Alternativen, die in Betracht kommen und die allenfalls mit der Bevölkerung entwickelt werden könnten?

4. Inwiefern hat der Gemeinderat diesen Sommer die Bevölkerung über die negativen Auswirkungen des Abbrennens von Feuerwerk wie Lärm und Feinstaub informiert und sensibilisiert?

Interpellation (pdf, en allemand)