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Grüne Freie Liste GFL Biel


„global denken – lokal handeln“ (Wahlkampagne GFL 86)


Ab 1971 bis 1979 waren vor allem die grünen Bewegungen der Romandie sehr aktiv: das „Mouvement populaire pour l’environnement“ MPE in Neuenburg und die „Groupement pour la protection de l’environnement“ GPE in der Waadt. Später gründeten sich Grüne Parteien in Zürich und der Nordwestschweiz, sowie 1976 in Bern die Demokratische Alternative DA. 1983 formierten sich auf schweizerischer Ebene die „Grünen Alternativen der Schweiz“ GRAS (die Wassermelonengrünen) und gleichzeitig eine „gemässigte“ Föderation der Grünen GFS (die Gurkengrünen), später GPS.
Immer engagierten sich sehr viele Frauen in der GPS: Frauenanliegen vehement zu vertreten, war deshalb selbstverständlich. Die Hauptdiskurse jedoch prägten damals das Waldsterben, der Reaktorbrand in Tschernobyl und der Chemieunfall in Schweizerhalle. Die Bevölkerung wurde wachgerüttelt, das Engagement der GPS zu diesen Themen brachte ihr grosse Erfolge und dem Kanton Bern 1986 mit der Freien Liste FL zwei grüne Regierungsratssitze!

In Biel formierte sich 1986 eine kleine Gruppe bestehend aus Mitgliedern der Interessengemeinschaft Umwelt IGU, einer sehr aktiven Basisbewegung im Bereich Umweltschutz. Das Ziel der Gruppe war, die ökologischen Interessen nicht nur projektbezogen sondern auch politisch zu verfolgen, d.h. in den politischen Organen mitzuwirken. So wurden die „Grünen Biel“ gegründet.

Nach den kantonalen Wahlerfolgen der Freien Liste wurden die Grünen Biel durch diese angehalten, der FL beizutreten. Es wurde gedroht, ansonsten eine dritte grüne Partei in Biel zu gründen. Dies nachdem sich 1987 bereits POCH und SAP zum Grünen Bündnis Biel zusammengeschlossen hatten. Nachdem der Vorstand der FL Kanton Bern den Grünen Biel zugesichert hatte, dass sie ihre Unabhängigkeit beibehalten könnten, sagten sie im Interesse einer Bündelung der Kräfte zu. Die Eigenständigkeit war insbesondere wichtig, weil die FL Biel im Gegensatz zur FL Kanton Bern keine bürgerliche Geschichte aufwies. Die FL Biel wollte parteipolitisch unabhängige Sachpolitik betreiben. Denn schon damals erkannte sie, dass grünes Engagement heisst, sich in allen Bereichen der Politik für das Wohl aller Bewohnerinnen und Bewohner Biels zu engagieren: Umwelt = Mitwelt.

Ab 1997 wurde die FL zur Grünen Freien Liste GFL. Die grosse Arbeit der GFL Biel wurde zunehmend honoriert. Dies zeigte sich sowohl durch Mandatsgewinne als auch durch einen ständigen Anstieg des Wähleranteils. Leider jedoch mussten die politischen Hintergrundaufgaben je länger desto mehr von wenigen engagierten Mitgliedern bewältigt werden. Zudem erlebte die GFL, dass ihre politischen Zielsetzungen (festgehalten in „GFL Biel: wir denken weiter“) und das Engagement des GB in weiten Teilen einander entsprachen. 2004 entschloss sich deshalb die GFL mit dem GB zu fusionieren. Die Partei „Grüne Biel“ wurde gegründet.

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